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Sanftmut

Sanftmut ist eine sehr schöne Eigenschaft. Liebevoll und bestimmt vorwärts schreiten. Wenn alles einen mal wieder aufregen könnte, ruhig zu bleiben, demütig. Dem was nicht passt Grenzen setzen können – ohne dass gleich die Fetzen fliegen, sondern eben sanftmütig. Soweit es einem möglich ist.

Sanftmut ist das Gegenteil von Jähzorn und Aufbrausen. Sanftmut beinhaltet die Liebe zu den Menschen und die Kraft eines Ritter Jesu Christi. Sanftmut ist vor allem dann gut, wenn wir Unangenehmes einem anderen liebevoll aufzeigen müssen, weil es so wie bisher, nicht mehr weitergeht.

Mein Papa kann sich sicher noch erinnern, wie ich nach einem Streit die Kinderzimmertür geknallt habe, als letztes Zeichen, dass „ich recht habe“ und dem Wunsch „lasst mich ja in Frieden“. Danach schmollte ich nur in meinem Zimmer und war verärgert darüber, dass ich mich nicht durchsetzen kann. Ich weiß schon gar nicht mehr, worum es ging. Doch egal ob ich nun recht hatte oder nicht, verhielt ich mich nicht rechtens.

Mit der Tugend der Sanftmut hätte ich meinem Vater sicher besser zugehört und selbst wenn ich hin und wieder nicht seiner Meinung bin, leise die Tür geschlossen. Mir fehlte auch die Gelassenheit, dass ich gewisse Umstände einfach nicht ändern kann. Aus einem überzeugten Atheisten, werde ich so leicht keinen gläubigen Christen machen.

Jetzt hatte ich wieder ein Tür-Erlebnis. Meine derzeitige Zimmertür klemmt dermaßen, dass ich anfangs ein paar Mal dagegen gerannt bin, obwohl ich die Türklinke betätigte. Keine Sorge, sie wird noch ausgetauscht. Doch als Astrologe mit Sonne-Mars-Quadrat und Mars am IC im Wassermann, finde ich den Hinweis zur Sanftmut doch sehr witzig. Ich hoffe, mein Vater verzeiht mir 🙂 bis dahin werde ich aufpassen müssen, dass ich mir nicht erneut den Kopf einrenne und die Tür zum Wohle meiner Mitmenschen leise öffne und schließe.

Alles Liebe,
eure Andrea

Fotoquelle: Birger StrahlUnsplash

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