Glaube

Der gute Hirte

Jesus als Tür zum Vater

Amen, amen, ich sage euch: Wer in den Schafstall nicht durch die Tür hineingeht, sondern anderswo einsteigt, der ist ein Dieb und ein Räuber.

Wer aber durch die Tür hineingeht, ist der Hirt der Schafe.

Ihm öffnet der Türhüter und die Schafe hören auf seine Stimme; er ruft die Schafe, die ihm gehören, einzeln beim Namen und führt sie hinaus.

Wenn er alle seine Schafe hinausgetrieben hat, geht er ihnen voraus und die Schafe folgen ihm; denn sie kennen seine Stimme.

Einem Fremden aber werden sie nicht folgen, sondern sie werden vor ihm fliehen, weil sie die Stimme der Fremden nicht kennen.

Dieses Gleichnis erzählte ihnen Jesus; aber sie verstanden nicht den Sinn dessen, was er ihnen gesagt hatte.

Weiter sagte Jesus zu ihnen: Amen, amen, ich sage euch: Ich bin die Tür zu den Schafen.

Alle, die vor mir kamen, sind Diebe und Räuber; aber die Schafe haben nicht auf sie gehört.

Ich bin die Tür; wer durch mich hineingeht, wird gerettet werden; er wird ein- und ausgehen und Weide finden.

Der Dieb kommt nur, um zu stehlen, zu schlachten und zu vernichten;
ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und es in Fülle haben.

Joh. 10:1-10

Es erinnert auch an die Worte von Jesus: „Niemand kommt zum Vater, außer durch mich.“ [Joh. 14:6]

Der Herr – der Vater – ist unser Hirte. Wir sind die Schäfchen. Jesus bezeichnet sich hier als „die Tür“. Und wenn wir den Stall verlassen möchten, so kann nur der Herr uns hinausführen. Nur durch die Tür – Jesus – wird der Vater (Gott) uns hinaus begleiten. Wir sollen keinen Dieb und keinem Räuber glauben, der durch andere Weise versucht sich an uns heranzuschleichen. Nur auf die uns vertraute Stimme des Vaters sollen wir hören. Keinem Lockvogel sollen wir Beachtung schenken, wenn nicht die Stimme des Herrn aus ihm erklingt. Es gibt keine Abkürzung. Der Herr wird niemals als Dieb erscheinen, das sagt er hier ganz deutlich.

Der Herr kennt jedes einzelne Schaf. Er redet nicht zur Masse und behandelt alle gleich. Nein. Jedes einzelne Schaf ruft er individuell bei seinem Namen. Jedes einzelne Schaf hat die Chance seine Stimme zu hören. Jedes einzelne Schaf kann sich entscheiden, ob er dem nächstbesten Räuber folgt oder auf die wohlklingende, vertraute Stimme des Herrn wartet.

Jesus ist optimistisch, dass alle Schafe auf den Herrn warten. Doch heutzutage sehen wir, dass man von Glück reden kann, wenn wenigstens ein Schäfchen pro Stall allein der Stimme des Herrn vertraut. Sind wir gute Schäfchen?

Nur ein gutes Schaf kann irgendwann zu einem guten Hüter heranreifen, dass er selbst zur Tür eines neuen Schafstalls wird, wie Jesus. Und nur mit Gott vereint, wird er selbst zum Hirten, wie Jesus ab dem Zeitpunkt, wo sie ihn „Jesus Chritstus“ nannten. Wer ist heute noch ein guter Hirte?

Christus unser Hirte

Jesus Christus sprach weiter:

Ich bin der gute Hirt. Der gute Hirt gibt sein Leben hin für die Schafe.

Der bezahlte Knecht aber, der nicht Hirt ist und dem die Schafe nicht gehören, lässt die Schafe im Stich und flieht, wenn er den Wolf kommen sieht; und der Wolf reißt sie und jagt sie auseinander. Er flieht,

weil er nur ein bezahlter Knecht ist und ihm an den Schafen nichts liegt.

Ich bin der gute Hirt; ich kenne die Meinen und die Meinen kennen mich,

wie mich der Vater kennt und ich den Vater kenne; und ich gebe mein Leben hin für die Schafe.

Ich habe noch andere Schafe, die nicht aus diesem Stall sind; auch sie muss ich führen und sie werden auf meine Stimme hören; dann wird es nur eine Herde geben und einen Hirten.

Deshalb liebt mich der Vater, weil ich mein Leben hingebe, um es wieder zu nehmen.

Niemand entreißt es mir, sondern ich gebe es aus freiem Willen hin. Ich habe Macht, es hinzugeben, und ich habe Macht, es wieder zu nehmen. Diesen Auftrag habe ich von meinem Vater empfangen.

Joh. 10:11-18

Spätestens in der Stunde größter Not werden wir einen guten Hirten von einem Scharlatan unterscheiden können. Denn der Vater lässt uns niemals im Stich. Außer natürlich wir glauben nicht mehr an den Vater, wie soll er uns retten, wenn wir seiner Stimme nicht glauben? Außer natürlich auch, wir wären böse geworden – denn wie soll uns der Vater in den Himmel erheben, wenn wir dort Unheil vollbringen würden – er würde uns wie Erzengel Michael aber sofort geradewegs rauswerfen. Jesus war milder, doch nicht so der Vater. Gott vergibt nur Menschen, die sich gebessert haben. Die Bösen schmeißt er raus, damit er das Gute bewahren kann. Anders kann es nicht gehen.

Jeder wahrlich gläubige Christ wünscht sich, dass die ihm anvertrauten Menschen das gleiche Wunder erfahren, wie er. Dass der gleiche Funke überspringt. Nur die Liebe vermag dies Wunder vollbringen.

Gott hat Humor. Als ich mein Blumentopf-Schäfchen sah, wie es nun endlich eine wunderbare blaue Blüte trägt, so war die Mitteilung der Engel für mich klar:

Hütet eure Schäfchen, damit sie wohl erblühen und ihre Saat aufgeht.

Eure Schäfchen, das sind die, die Gott euch anvertraut. Es sind jene, die von sich aus auf euch zukommen, um an euren Glauben dran teilzuhaben. Wir können niemanden zum Glauben zwingen. Wir können uns niemanden aufdrängen, denn dann passiert schnell das Gegenteil, dass wir unsichere Schäfchen verschrecken. Nur die Liebe, die du ausstrahlst, weil du Jesus Christus liebst, ist der Magnet, der deine Schafe zu dir bringt. Und oft weißt du kaum, wie lange ein Schäfchen bei dir bleibt. Denn das Schäfchen kann selbst entscheiden, ob es auf den Räuber hört, oder auf den Hirten. Es liegt in ihrer eigenen Verantwortung. Und Gott allein weiß, ob wir auch für die uns anvertrauten so gute Hirten sind. Es beginnt „im eigenen Stall“. Und vor Gott bleiben wir stets Schafe, denn er ist unser aller Hirte.

Alles Liebe,
eure Andrea

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