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Astrologie,  Glaube

Die Kirche & die Sackgasse der Unfehlbarkeit

Papst Pius IX erließ am 18. Juli 1870 das Dogma über „die Unfehlbarkeit des Papstes“ (enthalten im Pastor aeternus). Seine Worte sind nicht der Anfang einer Anmaßung. Sie sind die manifestierte Sackgasse, die bereits in Petrus schlummerte.

Petrus leugnete Jesus dreimal. Eine Verleumdung führt nicht zu Gott, sie bleibt kurz vorher stehen und zeigt Gott den Rücken, als hätte er ihn nie gesehen. Sie führt in eine Sackgasse und macht borniert.

Im schlimmsten Fall ändert sie den Verlauf in Richtung Lucifer. Hier droht sogar ein Verrat. Man steht nicht zu dem, was einem heilig ist. Man verleugnet es. Man verrät seine eigenen Werte. Man wird schwach. Man wird erpressbar. Und damit droht man zum Verräter zu werden, auch wenn man dies vielleicht nicht wollte. Man arbeitet dann nicht mehr für Gott, sondern gegen ihn. Stark bleibt man nur im Glauben. Man kann und muss sicher hin und wieder schweigen, wenn es die Situation erfordert. Doch niemals sollte man lügen oder Gott verleugnen. Ein Atheist verleugnet Gott. Sein Stolz macht ihn blind. Demut heilt.

Die ganze Geschichte um Jesus Christus empfinde ich als zutiefst wahr. Nur die kath. Kirche steckt in einer Sackgasse, die sie sich selbst gebaut hat. Die Tragik der Dogmen liegt darin, dass kein Papst diese einfach aufheben kann. Ein Papst muss zwangsläufig an die Gültigkeit der Dogmen glauben, sonst würde er gar nicht Papst werden. Er wäre zur Häresie verurteilt und vermutlich vorher schon (freiwillig) exkommuniziert. Jedes Dogma führt damit in eine Sackgasse. Manch Dogma ist schön (z.B. Maria Himmelfahrt). Doch manch Dogma ist dermaßen fatal, dass die Kirche früher oder später daran zerbricht. Z.B. eben das Dogma der Unfehlbarkeit des Papstes.

Am Morgen des 18. Juli 1870 tobt erneut ein Sturm direkt über dem Vatikan. Während ein Prälat dem Konzil bei Blitz und Donner die Endfassung des Dogmas „Pastor Aeternus“ vorträgt, zerbricht ein Fenster über dem Stuhl des Papstes und kracht zu Boden.

WDR

Wenn Gott anfängt Blitze zu schleudern, ist er sicher dagegen.

Astrologische Deutung zum Dogma der Unfehlbarkeit

Unfehlbarkeit Dogma Vatikan
Innen: Grundsteinlegung Petersdom *18.04.1506, 12:00
Außen: Verkündung Dogma der Unfehlbarkeit des Papstes *18.07.1870, Vormittag

Einerseits ist im Radix der Grundsteinlegung des Petersdoms schon mit Sonne-Lucifer-Phaeton am MC das Scheitern (Phaeton) eines Papstes (Sonne), der sich über Gott stellt (Lucifer) als Endergebnis (MC) zu sehen.

Zum Zeitpunkt des Dogmas lief der Pluto durch das 10.Haus ins Quadrat zum Mars am AC. Der Vatikan will seine Vorherrschaft durchsetzen (Löwe-Mars-AC-Konjunktion) und akzeptiert dabei nicht, dass etwas viel Mächtigeres (Pluto) über ihn steht. Dies führt zwangsläufig den Vatikan in den Untergang (tr. Pluto durch Haus 10, tr. Pluto steht zudem im Stier im Exil, d.h. sehr schlecht). Verdeutlicht wird dies erneut durch eine Vaticana-Phaeton-Konjunktion in den Zwilligen im Transit durch das 10.Haus des Petersdoms: Der Vatikan (Vaticana) scheitert (Phaeton) durch die Veröffentlichung (10.Haus) einer Schrift (Zwillinge).

Rufen wir uns ins Gedächtnis, dass Phaeton den Sonnenwagen des Apollo fahren wollte. Da er ihn nicht lenken konnte, stürzte er ab. Apollo und sein Vater Zeus waren die Einzigen, die ihn führen konnten. Ähnlich ergeht es wohl einem Papst, der zwar bestmöglich die Christenheit zu führen bestrebt ist, der aber niemals sich anmaßen darf den Sonnenwagen/das Kirchenschiff allein zu lenken. Nur Jesus (Apollo) und sein Vater Christus (Zeus) sind die wahren „Anführer“ der Christen. Ein Papst muss sie lenken lassen und kann nur bemüht sein all dies umzusetzen, was er als Eingebung vom Himmel erhält. Ein Mensch ist leider unvollkommen und von daher fehlbar. So auch ein Papst.

Wir sehen mit Jupiter in den Zwillingen in Opposition zum Saturn im Schützen, dass die Motivation (Jupiter) zum Dogma aus dem Zweifel (Zwillinge) entsprang, weil man weltliche Angst (Schütze-Saturn) um seine eigene geistige Größe (Zwilling-Jupiter) hatte.

Mit Sonne-Uranus im Quadrat zum Neptun rebellierte (Uranus) der Papst (Sonne) gegen spontane höhere religiöse Eingebungen (Widder-Neptun tr. durch Haus 9), anstatt sich diesen hinzugeben (Neptun positiv gelebt). Das Dogma ist eine Lüge (Merkur Quadrat Neptun).

Mond Konjunktion Sheat (29°Fische): Die Gläubigen der Kirche erhalten durch das Dogma Einschränkungen in ihrer Spiritualität (Fische). Sobald sie eine andere Wahrnehmung haben, als der Papst, gelten sie als Häretiker. Sie werden damit konfrontiert, ob sie nun Teil der Kirche bleiben wollen.

Der wahre Glaube führt zu Gott. Die ganze lebendige Geschichte der Christenheit und den Wundern der Heiligen ist umwoben mit der Kirche. Durch die Kirche bekamen die Christen eine Herberge, in der sie Gott näher sein konnten. Sie machte es möglich, viele Schriften und Überlieferungen zu bewahren. Diese wieder wach zu rufen und weiterzugeben.

Leider durchkreuzten ebenso Menschen mit bewusst bösen Absichten die Kirche, rissen Machtansprüche an sich, zerreißten Bibelseiten, die ihnen nicht in den Kram passten usw. Sie verfälschten die ursprüngliche Wahrheit. Und jetzt steckt die Kirche in einer Sackgasse (Mars-Saturn am AC) mit Freimaurern in der Spitze (Lucifer am MC). Sie ist durchmischt mit einer ursprünglichen Wahrheit (Jesus Christus) und fatalen Lügen durch fehlende Seiten (Verleumdungen), sowie falschen Ergänzungen (Dogmen).

Einzelne Kirchenvertreter haben ihre Macht missbraucht und übrig bleibt ein Schmerz (tr. Pluto Quadrat Chiron), denn sie waren nicht unfehlbar.

Alles Liebe, eure Andrea

Beitragsbild: Günther Simmermacher auf Pixabay

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