Pflanze wächst aus der Erde
Astrologie

Erd-Element 4

Die Erde ist nicht nur unser Grund und Boden, auf dem wir gehen. Erde heißt auch unser Planet, auf dem wir immer wieder verkörpern. Die Idee Gottes (Feuer), aus der wir erschaffen wurden, nahm einen Geist (Luft) und eine Seele (Wasser) an. Auf der Erde nehmen wir Gestalt in Form unseres Körpers an. Auf der Erde leben wir für eine Zeit. Dann wird unser Körper unter der Erde begraben. Spätestens nach 30 Jahren werden wir wiedergeboren und unser Geist nimmt einen neuen Körper an.

Die Materie vergeht, der Geist lebt ewig.

Frank Felber

Im Erd-Element tritt alles in die konkrete Sichtbarkeit. Erst dann wird eine Idee wertvoll, wenn sie fertig umgesetzt wurde. Bis dahin war viel Arbeit notwendig. Wer fleißig, ausdauernd und treu an einer Sache dran bleibt, erschafft etwas, wovon andere Menschen einen Nutzen haben. Doch nur wo ein Einklang mit Gott (Feuer), ein Austausch mit anderen Menschen (Luft) und Liebe (Wasser) bei der Arbeit (Erde) vorhanden ist, wird der Mensch dauerhaft Gutes hervorbringen.

Wir ernten, was wir gesät haben. Und da wir als Menschen unvollkommen sind, kann es schon mal vorkommen, dass wir hin und wieder Mist ernten. Das Wertvolle an der Erde ist, dass wir selbst aus dem Mist einen guten Dünger für die nächste Saat erzeugen können. In der Hoffnung, dass wir aus unseren Fehlern lernen, werden wir beim nächsten Mal bessere Früchte hervorbringen. Nicht nur die Photosynthese, auch der Komposthaufen ist für mich immer wieder ein Wunder der Natur. Den ganzen Mist, den wir in uns tragen, können wir über die Füße in dem Boden abgeben (geistig vorgestellt). Der Boden kann daraus sogar Blumen zum Wachsen bringen. Auf der anderen Seite muss man nicht gleich alles wegschmeißen, vieles kann man wiederverwerten. Das Erd-Element ist nicht das schnellste. Man braucht dafür viel Geduld und Ausdauer. Disziplin entsteht durch die Liebe zu den Menschen.

Atlas trägt die schwere Erdkugel

Das Erd-Element ist schwer, braun die Farbe und rund die Form. Die Verantwortung, die jeder selbst zu tragen hat, ist eine „schwere Bürde“. Mit Liebe (Wasser) und Freundlichkeit (Luft), wird sie angenehm und leichter. Bringen wir den Willen und die notwendige Kraft (Feuer) auf, schaffen wir es auch, diese zu meistern.

Die Erde bringt eine Vielzahl an Pflanzen hervor. Obst, Gemüse, Kräuter, Blumen, Unkraut, Hecken, Büsche, Bäume, Wiesen, Getreide, Pilze, … Einiges davon ist einfach schön anzusehen und damit eine Bereicherung für Herz und Seele. Anderes ist von großen Nutzen und dient uns als Lebensmittel, Kleidung, Korb oder Möbelstück. Und wieder anderes ist eher eine Plage, die wir beseitigen müssen. Diese kommt einfach nur auf den Kompost oder dient uns als Brennholz.

Erd-Element in der Astrologie

In der Astrologie sind die Sternzeichen Stier, Jungfrau und Steinbock der Erde zugeordnet.

Der Stier ist ein sehr sinnlicher, genießerischer Mensch. Er liebt das gute Essen, vernascht es bereits mit den Augen und kostet es bis zum letzten Bissen voll aus. Er ist sehr naturverbunden und körperbetont. Für andere ist er eine sichere Stütze. Er ist die Geduld in Person. Wenn alle in Panik geraten, wünscht man sich die Gelassenheit eines Stiers. Bei ihm kommt man wieder zur Ruhe. Der Stier beschäftigt sich mit der Schönheit der Natur. Nicht selten ist er Florist, Gärtner oder verwertet das Holz. Aber auch Bänker, Masseure und Künstler finden wir unter den Stieren. Durch seinen hohen Genuss ist der Stier selten schlank. Betreibt er Sport, dann stellt er gern seinen schönen Körper zur Schau. Der Stier beschäftigt sich mit der Wertigkeit der Dinge. Wie verwertet man es zu etwas Nützlichem? Wie viel ist es wert? Wie wird es wertvoll? Wie schafft man es mit wenig Anstrengung viel Geld zu erwirtschaften? Dadurch hat er ein sehr unternehmerisches Denken und einen starken Bezug zur Finanzwelt.

Bär und Bulle bei der Börse

Die Jungfrau ist bekannt für ihren Ordnungssinn. Hast du Flecken, die du nicht weg bekommst, kennt die Jungfrau das passende Putzmittel dafür. Sie ist die perfekte Buchhalterin und dadurch auch bei den Banken beliebt. Bei ihr fallen keine Zahlen unter den Tisch. Überall, wo hohe Genauigkeit und Präzision gefragt ist, sollte man eine Jungfrau wählen. In ihrem Büro herrscht ein sauberes Ordnungssystem, wo alles perfekt beschriftet und klar übersichtlich aufgereiht ist. Das Aufstellen einer „To-Do-Liste“, stammt sicher von ihr. Sie sieht sich selbst als Dienerin. Ihr zweites Fachgebiet ist die Gesundheit. Sie schaut sehr genau auf ihre Ernährung und dass sie sich auch genügend in der Natur aufhält. Sie kennt sich mit den gängigsten Medikamenten aus und besitzt selbst eine kleine „Hausapotheke“. Wenn du bei ihr zu Besuch bist und ein Wehwehchen hast, hat sie das perfekte Mittel für dich parat. Im Herbst beginnen wir Vorräte für den Winter zu sammeln. Die Jungfrau hat den vorbildlichsten Vorratskeller von allen. Vieles davon hat sie fleißig selbst eingeweckt oder eingekocht. Da Merkur ihr Herrscher ist, ist sie als Erd-Zeichen beweglicher, als man auf den ersten Blick glaubt. Wandern oder Joggen in der Natur ist bei ihr regelmäßig drin.

Der Steinbock ist ein Arbeitertier. Von allen Zeichen hat er das meiste Durchhaltevermögen und eine unerschütterliche Belastbarkeit. Hart wie ein Fels in der Brandung. Den höchsten und steilsten Berg erklimmen die Steinböcke zu jeder Jahreszeit, zu den widrigsten Bedingungen. Nicht selten sind sie gar Bergsteiger oder Bergarbeiter. Und ist es nicht der Berg draußen, so ist es der riesen Berg an Arbeit, den sie unerschrocken abarbeiten. „Besenstrich für Besenstrich“ (wie Beppo der Straßenkehrer aus „Momo“). Sie sind verlässlich, treu und enorm fleißig. Im Alter spätestens wird man ihre Leistung wirklich schätzen. Durch ihre konsequente Pflichterfüllung wird ihnen im fortgeschrittenen Alter oft eine hohe Verantwortung übertragen.

Die Herrscher der Erd-Sternzeichen sind die Planeten Venus (Stier), Merkur (Jungfrau) und Saturn (Steinbock). Zur Venus und zum Merkur schrieb ich schon beim Luft-Element. So mache ich hier mehr auf die Unterschiede Aufmerksam. Eine Stier-Venus liebt sinnlicher und naturverbundener. Es geht mehr um die Früchte der Natur, das Kochen und Backen und um Sex. Die Waage-Venus ist diplomatischer und mehr unter Menschen. Künstlerisch sind beide. Der Waageaspekt der Venus ist z.B. mehr im Design, in der Werbung und Mode. Der Stieraspekt der Venus ist z.B. mehr in der Bildmalerei, Töpferei und Baukunst.

Der Merkur hat aus meiner Sicht viel mehr mit der Luft gemeinsam, als mit der Erde. Doch als Götterbote war er der Vermittler zwischen Himmel und Erde. Die Zwillingseite des Merkurs schreibt frei, um die Informationen zu verbreiten und redet mehr. Die Jungfrauseite des Mekurs schreibt, um zu strukturieren, um etwas festzuhalten und analysiert mehr.

Bibliothek in einem Prager Kloster

Der Saturn zählt zu den Übeltätern. Da wo er steht, wird es nie angenehm. Er ist unser altes Karma, welches wir verpflichtet sind abzuarbeiten. Hier müssen wir uns die Tugenden des Steinbocks zum Vorbild nehmen, damit wir die Steine, die der Saturn uns in den Weg legt, meistern. Wir müssen Eigenverantwortung übernehmen. Da wo der Saturn steht, schulden wir der Gesellschaft etwas und werden gleichzeitig in dem Bereich wenig erhalten.

Ein paar unvollständige Gedanken dazu:

Mit Saturn in Haus 1 schulden wir einen guten Charakter, dieser kommt nur durch Selbstmeisterung und nicht von allein. Mit Saturn in Haus 2 schulden wir der Gesellschaft Geld, auch wenn wir selbst davon wenig haben. Mit Saturn in Haus 3 schulden wir gute, reine Gedanken und Worte, auch wenn uns jeder kritisiert. Mit Saturn in Haus 4 schulden wir der Familie mehr Aufmerksamkeit, auch wenn diese uns im Stich ließ. Mit Saturn in Haus 5 schulden wir unseren Kindern mehr Zeit, auch wenn wir als Kind nie spielen durften. Mit Saturn in Haus 6 schulden wir Arbeitsleistung, auch wenn alle anderen weniger arbeiten.

Mit Saturn in Haus 7 schulden wir unserem Partner mehr Unterstützung, auch wenn er uns weniger unterstützt. Mit Saturn in Haus 8 schulden wir, dass wir auch ein Erbe hinterlassen sollten, auch wenn wir von niemanden je was erben werden. Mit Saturn in Haus 9 schulden wir Glauben, d.h. wir schulden ein Diener Gottes auf Erden zu sein. Bzw. sollten wir mit Saturn in Haus 9 unsere Weltanschauung korrigieren, wieder an Gott glauben, auch dann, wenn alle um uns zweifeln. Mit Saturn in Haus 10 schulden wir der Öffentlichkeit volle Aufmerksamkeit und Verantwortung, auch wenn diese uns ablehnt, auf Anerkennung sollten wir komplett verzichten. Mit Saturn in Haus 11 schulden wir unseren Freunden mehr Unterstützung, auch wenn wir von ihnen wenig unterstützt werden. Mit Saturn in Haus 12 schulden wir der göttlichen Vorsehung unser Vertrauen und unsere Hingabe, selbst wenn wir Nachts von Ängsten heimgesucht werden.

Die Schulden in einer Inkarnation zu begleichen ist oft schwer und irgendwo steht der Saturn immer. Viel erfolgsversprechender und glückbringender ist es sich auf den Bereich zu konzentrieren, wo unser Jupiter steht. Behalten wir doch den Saturn-Bereich im Auge, können wir daran arbeiten. Saturn zeigt uns auch ganz klar auf, wo wir Grenzen setzen müssen. Mit Saturn in Haus 11 haben wir mitunter schlechte Freunde, von denen wir uns verabschieden sollten. Es ist dann besser sich auf wenige Freunde zu konzentrieren, für die wir dann aber auch voll da sind und ihnen unser Vertrauen schenken. Saturn zeigt uns an, wo wir lernen müssen auf etwas zu verzichten. Mit Saturn in Haus 2 verzichten wir auf materiellen Besitz, wir verzichten darauf uns öfter was zu kaufen und konzentrieren uns auf’s Nötigste. Mit Saturn in Haus 2 müssen wir schauen, dass wir genug Geld verdienen und immer schön Trinkgeld geben 😉 usw.

positive Eigenschaften:

treu, verlässlich, fleißig, diszipliniert, belastbar, ausdauernd, hohes Durchhaltevermögen, Sicherheit spendend, gesund, naturverbunden, guter Arbeiter, ordentlich, pünktlich, pflichtbewusst, pragmatisch, verantwortungsbewusst, wertschätzend, geduldig, Tradition bewahrend, …

negative Eigenschaften:

stur, starr, hartherzig, pingelig, kleinlich, kritisiert ständig, bequem, träge, faul, schwerfällig, krank, ungläubig, ordnungsfanatisch, ständig perfekt sein wollen, unflexibel, ausgetrocknet, engstirnig, langsam, …

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